Kurt Buchwald
     
www.wahrnehmung.de
14.09.2020
     
Aktuelles
 

Der Beobachter , Zella-Mehlis 2012

 

Ich untersuche die Wirkung des Apparativen, die Prozesse, die dabei ablaufen, da - wo der Beobachter die Kamera an sein Auge führt, wo er durch eine Öffnung blickt, wo das große Kino stattfindet, und das Körperliche in einer neuen Dimension, in einem schwarzen Loch verschwindet.
Genau an diesen Ort, am Eingang des Kastens, den ich beim Fotografieren am Apparat befestigt habe, zeigt sich das Geschehen.

Impressum
Projekte+Aktionen
Konzeptionelle Fotografie
Figuren+Fotografie
Fotografie
Vita 1

Aktionen

Störbilder

Bilder+Blenden

Fotografie

Vita 2

Fotografieren verboten!

Stripes

Blendenobjekte

Porträts

Publikation

Amt für Wahrnehmungsstörung

Seh- und Wolkenbilder

frühe Arbeiten

Entwicklung
Foto-Video-Aktion
Lichtraum-Fotografie
Firmament der Dinge
Messerbilder
Akte
Wir sind das Volk2
Kippbilder
Die Instrumente
Reisefotografie

Texte
Statements

Workshops

Wirklichkeit-Transport-Abbildung

Performance

Asphalt & Arbeit

  

 

 
 
 
End of History, Berlin 1994
 
Nulluhr, Berlin 1986
 
Matthias (on the wall), Berlin 1988
    
Stadt hinter Längsblende, Berlin 1994
 
Aktion Fotografieren - Fotografieren, Berlin 1989
. . . . . Aktion Fotografieren - Fotografieren, Berlin 1989
Video Sichtabsicht
Triptichon: Die Röhrenmenschen, Berlin 2009
aus. BILDER+BLENDEM, Gerautow 1090
Meer, Gitter + Lochgitter, 1996/93
 
Stripes, Röderhof 2000
 
   
Triangel, Kos 2019
Im Kasten, Zella-Mehlis 2012
Im Kreis der Wahrnehmung, Sizilien 2005
 
Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht das Problem der Wahrnehmung, der Sichtverweigerung und das Finden neuer bildnerischer Möglichkeiten. Als Bild- und Aktionskünstler arbeite ich auf verschieden Ebenen. Neben der Fotografie entstehen Performance, Installationen und Objekte. Zum Teil ist das getrennt, verläuft parallel oder geht ineinander über. Das Performative, das Apparative und die daraus folgenden Konsequenzen spielen bei meiner Arbeit eine wichtige Rolle. Ein weiteres Moment ist die Selbstreflexion und die Sichtbarmachung der fotografischen Arbeit als gestalterischer Prozess. Ich thematisiere die Mechanismen der Bildherstellung als auch der Bildwahrnehmung und der Wirkung von Fotografie.

 

At the heart of my work ly the concept of perception, the denial of the gaze and the discovery of new pictorial possibilities. As a photography and action artist I am working on various levels. In addition to photography, I create performances, installations and objects, whether distinct from one another, or emerging alongside, or in confluence with one another. The performative, the apparative and the consequent consequences are playing a central role. Another focus is on self-reflection and the visualization of the photographic work as a creative process. I am focusing on the mechanisms of image production and image perception as well as the impact of photography.
 
 
vertreten durch PHOTO EDITION BERLIN
www.photoeditionberlin.com
 
Fotografieren verboten!
 

Kurt Buchwald ist ein Phänomen. Nicht nur, dass es ihm gelingt, in all seinen Projekten und Ausstellungskonzepten einen ungebrochen drängerischen Ton anzuschlagen. In jeder dieser bildästhetischen Handlungen erfindet er zugleich seine Sprache und damit nachgerade auch sich selbst vollkommen neu. Widerborstig und verschlossen hat er sich seit 1984 mit der "Sicht" beschäftigt. Von Anfang an ist in seinem Werk der mediale und kulturelle Selbstzweifel spürbar. Leben als zivilisatorisches Missgeschick zu interpretieren und sich mit dem Fotoapparat dagegen zu wehren, treibt ihn bis heute um. Er belässt es nicht beim Hinterfragen und Fotografieren. Er greift ein in die Wirklichkeit der fotografischen Bildproduktion und in die gesellschaftliche Wirklichkeit. Das Dokumentarische und der Eingriff, zwei Ansätze, mit denen er sich selbst ins Bild katapultiert, gehören bei diesem Künstler zusammen, ja bedingen einander. Mit Lust arbeitet er sich ins fotografische Abseits. Am Ende heißt es "Fotografieren verboten!". Nach dem Fall der Mauer bleibt er der Normbrecher, der er war. Sein Kritikpotenzial speist sich aus dem Irrsinn unserer Tage. Voller Unruhe und Argwohn schaut Buchwald auf das Jetzt und legt sich, wo immer eine sinnvolle Möglichkeit der Intervention gegeben scheint, erneut quer.

(Christoph Tannert)