Aktuelles

 
LICHT-EIN-FALL
 
GALERIE im SEITENFLÜGEL, Berlin-Moabit, Bochumer Str. 12
06.09. bis 04.10.2017
geöffnet: mittwochs 14-19Uhr, oder nach Voranmeldung: 017654983887

Eröffnung am 06.09.2017 von 18.00 bis 21.00Uhr
 
Beobachter, Zella-Mehlis 2012
 
Ich spiele mit Licht, dem Ausschnitt und dem Verschwinden. Mein Studio ist vergleichbar mit einem Observatorium, mein Apparat ist ein Rohr, ein Kasten.
Mit einer performativen Geste steuere ich den Lichteinfall, generiere ein Bild. Was ist das - fragt der Beobachter, der in die Einsamkeit des Raumes blickt. Zu sehen ist experimentelle Fotografie aus den Serien Im Kreis der Wahrnehmung 2000-2006 und Im Kasten, entstanden zum Pleinairs "Die Moderne nach der Moderne..." in Zella-Mehlis 2012

 

Archäologie der Fläche, aus der Serie im Kasten, Pleinairs Zella-Mehlis 2012
Text: LICHT-EIN-FALL
 
Bilder von der Eröffnung von Detlev Schilke
 
 
EL VIAJE II
LiTE-HAUS Galerie+Projektraum, Berlin
28.06. - 09.07.2017
 
Eröffnung am 27.06.2017 um 19Uhr mit Enno Kaufhold
 
Atacama 1995
 
Atacama 1995
Kurt Buchwald im Gespräch mit Enno Kaufhold und Uwe Warnke am 03.07.2017/ Video: Bernd Böhlendorf/ Foto: Detlev Schilke
Videodokumentation
Vernissage mit Enno Kaufhold
Gespräch mit Uwe Warnke + Kurt Buchwald
 
Bali 1999
Bildfahnen Cala Rajada, Mallorca 2016
Bildtableau "Cala san Vincente" Blau, Mallorca 1991
 
"Palmenwedel", Mallorca 2016
 
Die fotografierte Ferne
Berlinische Galerie - Museum für Moderne Kunst, Berlin
19.05. - 11.09.2017
 
u.a. mit: Evelyn Richter, Erich Salomon, Heidi Specker, Wolfgang Tillmans und Ulrich Wüst
Bildtableau "Cala san Vincente", Rot, Mallorca 1991
 
 
Auftrag Landschaft
ZKR - Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum Schloss Berlin-Biesdorf
09.09. 2016 - 17.04.2017
 
u.a. mit: atelier le balto, Jeppe Hein, Köbberling/Kaltwasser, Janet Laurence, Joseph Huber und Olaf Wegewitz
 
Ausstellungsraum mit Jeppe Hein (Fernrohr)
 
 
Bildtableau "Im Quartier I", Berlin 1988, aus der Sammlung Beeskow
 
Bildtableau "Im Quartier II", Berlin 1988, aus der Sammlung Beeskow
 
Präsentationstafel: "Verbrennen eines Fernsehers im Thüringer Wald", Gelenau 1982/Berlin 2016
 
Tv-Art aus der Fotografik-Mailart-Postkarten-Mappe: Wirklichkeit/Transport/Abbildung, Berlin 1983
 
Objektkasten + Erklärungstafel: "Das Rasenstück, Wirklichkeit/Transport/Abbildung", Berlin 1984
 
 
 
Ende vom Lied
Gruppenausstellung im Künstlerhaus Bethanien, Berlin
14. Juli – 18. September 2016
 
 
Installation "Die Acht" mit dem Bildtableau "Nachts" von 1982 und den Figuren der Aktion "Proibito orar!" 1995
 
 
Aktion in der Heinrich-Heine-Straße 8, Bildtableau "Nachts", Berlin 1982
 
 
 
NULL UHR
Ausstellung und Buchpremiere
08. Mai – 29. Juni 2016
PHOTO EDITION BERLIN, Ystaderstr. 14A, 10437 Berlin
 
Mit Texten von Christoph Tannert, Uwe Warnke,
Greta Garle, Fabiola Bierhoff und Kurt Buchwald
Herausgegeben vom Verlag photo edition berlin, 2016
Format: 17 x 24 cm, 384 Seiten
Flexcover, 4/4 farbig und Duplex
ISBN 978-3-00-051915-4
www.photoeditionberlin.com
Matthias, Berlin 1988
 
End of History, Berlin 1994
 
Mantelbild, Berlin 1986
 
Erdmittelalter, Berlin 1986
 
Blende HOCH 10435, Berlin 1994
 
Aktion Fotografieren - Fotografieren, Fernsehstudio Berlin-Adlershof 1989
 
Stripes, Röderhof 2000
 
End of History, Berlin-Tiergarten 1994
 
Röhrenmenschen, Berlin 2005
 
 
Aktion Fotografieren - Fotografieren, Remake von 1989
 
siehe: Foto-Video-Aktion
Video youtu.de
 
 

Aktion Polaroid Infusionen, die Kamera schießt ein Loch in den Kopf, Remake von 1992

 
 
Aktion 1992, Galerie Weißer Elefant
 
 
Gespräch mit Uwe Warnke + Kurt Buchwald am 04. Juni 2016
Videodokumentation
 
"Stadt hinter Längsblende, Berlin 1994, Höhe 1,6m
 
:
Herbst 2004
Ausstellung im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Berlin 2015
 
Montagsdemo am Opernplatz, Leipzig, den 30.08.04
fotografisches Essay: Wir sind das Volk II !
 
 
 
Gut gebaute Bilder - Kunst mit Fotografie
Ausstellung im: Neuköllner Leuchturm vom 4.03.14 bis 04.04.14
mit Norbert Artner, Kurt Buchwald, Heike Gallmeier, Jan-Holger Mauss, Barbara Wille
Eröffnung am 28.02.14 um 19Uhr
www.neukoellnerleuchtturm.de
 
Schaufensterinstallation zur Finissage am 04.04.14
"Vom Ende der fotografischen Herrlichkeit!"

der Text

 
sichtabsicht
Ausstellung in der: "photo edition berlin" vom 18.01.14 bis 28.02.14
Eröffnung am 17.01.14 um 19Uhr
www.photoeditionberlin.com
 

"Technischen Bilder deuten >mit einem Finger< auf das Programm
im Apparat, das sie erzeugt hat und nicht auf die Welt dort draußen"
Vilém Flusser

 
Stadt hinter Längsblende , Berlin 1995dd
Galerie PHOTO EDITION BERLIN
 
siehe: Bilder+Blenden
siehe: Stripes
siehe: Im Kasten
siehe: Im Kreis der Wahrnehmung
siehe: Röhrenmenschen
siehe: Blendenobjekte
Musiker Bob Rutmann, Kurt Buchwald und Gabriele Muschter, die eine Einführung gibt
 
Eröffnung am 17.01.14/ Fotos Simone Ahrend
 

Video / Vernissage TV
Länge: 8.18 min

Vernissage mit Eröffnungsrede von Gabriele Muschter.
Live Performance (Steel Cello) mit Bob Rutman.
Kurt Buchwald im Gespräch mit Gabriele Muschter.

 

Blenden

Stripes

Wegnahmen

 
 
IM KREIS DER WAHRNEHMUNG
Kunst und Literaturwerkstatt: "studio im hochhaus" Berlin vom 3.11.13 bis 20.02.14
 
Bilder aus einem Workshop mit Jugendlichen in der Gedenkstätte Sachsenhausen
siehe Workshop
 
LABYRINT Festival Neuer Kunst 25. - 27.102013
Slubice Frankfurt/Oder
 
 
45 Grad, Dabki 2013 dddddddddd
 
BERLINER LISTE 2013 / fair for contemporary art
vom 19.9. bis 22.9.2013 im KRAFTWERK Berlin, Köpenicker Straße, mit Debbie Davies, New York, auf dem Messestand des Schillerpalais e.V.
 
Eva Hübner, Kurt Buchwald und Debbie Davies --------------------- Im Gespräch mit Kornelia Boje-------------------- Der erweiterte Stand mit der "Darke Side"------------------ Klaus Eichner vom Schillerpalais
 
"Clouds"
oder die Unwirklichkeit vorbeiziehender Orte
SIMONE AHREND Fotografie
KURT BUCHWALD Fotografie, Skulpturen, Aktionen
 
vom 12.07. bis 22.09.2013 in der Solitaire Galerie, Berlin
 
 
 
mehr unter "Clouds/ Die Himmel"
 
 
AUKTIONEN
Am 24. November 2012
Galerie F92 der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH
 
 
 
WEGE ZUM BILD
Aktionen mit und über Fotografie, Arbeiten von 1979-89, im Schillerpalais Berlin-Neukölln
04.11.–30.11.2012
 
Eröffnung des Kunst-Kulturfestivals Nacht und Nebel durch Eva Hübner, Förderband
 
VIDEO
Feature vom 22.11.12 zur Eröffnung von "Nacht & Nebel" von ALEX Offener Kanal Berlin auf youtube.com
 
Rede von Christoph Tannert zur Ausstellung Wege zum Bild
 
.......Kurt Buchwald beginnt genau in jener aufregenden Zeit, in der in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) auch die avantgardistische Künstlergruppe „Clara Mosch“ aktiv ist und in der Klaus Hähner-Springmühl die Schönheit des Chaotischen, den Zauber des Zufälligen preist. In diesen Momenten ist die DDR einen Spalt breit offen – bis zu den Sternen hin............
 
Aktion-Rivival zur gleichnamigen Ausstellung Transportversuche, Kreiskulturhaus-Treptow, Berlin 1985
 
Uwe Warnke liest den Text AB-ART von Kurt Buchwald aus dem Jahr 1985
 
 
Kurt Buchwald - Fotograf und Nichtfotograf
 
 
 
 
 
Ausstellungsgespräch WEGE ZUM BILD am 30.11.12
 
Mit dabei (v.r.n.l.) : Stefan Raum, Jorg Wähner, Micha Brendel, Gabi Muschter (Gesprächsleitung), Kurt Buchwald und Frank Stein Longest
 
 
 
Geschlossene Gesellschaft
Künstlerische Fotografie in der DDR 1949–1989 in der Berlinischen Galerie
05.10.2012–28.01.2013
 
Richard Petersen, Karl Heinz Mai, Arno Fischer, Ursula Arnold, Evelyn Richter, Roger Melis, Sibylle Bergemann, Christian Borchert, Ulrich Wüst, Gundula Schulze Eldowy, Matthias Hoch, Erasmus Schröter, Jens Rötzsch, Edmund Kesting, Fritz Kühn, Ulrich Lindner, Lutz Dammbeck, Ernst Goldberg, Micha Brendel, Manfred Paul, Klaus Elle, Klaus Hähner-Springmühl, Helga Paris, Kurt Buchwald, Thomas Florschuetz, Peter Oehlmann, Michael Scheffer, Matthias Leupold, Maria Sewcz, Sven Marquardt, Tina Bara, Florian Merkel, Rudolf Schäfer, Jörg Knöfel
Berlinische Galerie
 
Zur Eröffnung am 04.10.2012 um 21:10Uhr:
 
"LICHTFANG – FOTO / GRAFIE"
6.10. - 10.11.2012 Galerie Alte Schule, Berlin-Adlershof
Kurt Buchwald, Norma Drimmer, Maria-Luise Faber, Francis Goeller, Vincent Hansen, Richard Keuch, Bernd Kunert, Karsta Lipp, Dietrich Oltmanns, Christoph Radke, Ilona Ripke, Sabine Peuckert, Nicolaus Schmidt, Peter Tschauner, Kay Zimmermann, Gerhard Zwickert
Im Kreis der Wahrnehmung, "Lichtspuren", Sizilien 2006
siehe: Im Kreis der Wahrnehmung
 
 
Die Ausstellung "DIALOG"
Zwei polnische und zwei deutsche Fotografen
Konzeptuelle Fotografie und Installation, Kurator Kurt Buchwald
SIMONE AHREND, KURT BUCHWALD, JERZY OKEK und MAREK POZNIAK
   
von 15.04. bis 08.06.2012 im studio im hochhaus, Berlin-Hohnenschönhausen
   
   

Eröffnungs-Rede/Performance von Piotr Olszowka

   
 
 
   
Kurt Buchwald, Im Kreis der Wahrnehmung: "Die Himmel", Bretagne 2011
 
 
Jerzy Olek, "Ausgefüllte Stachelkugel" und "Verbogener Raum 2", 2011
   
Marek Pozniak fotografiert mit einer Camera Obscura von Zajfert auf ORWO Fotopapier, 2011
   
   
 
"Der Angriff der Rosen auf den dokumentierenden Fotografen!": zur Finissage der Ausstellung
 
   
   
 
 
Vom Werden und Vergehen
 
Ausschnitt aus dem Tableau Bernauer Straße 2008
 
11.09.11 - 11.11.2011
"studio im hochhaus", Berlin-Hohenschönhausen
mit Beck, Berger, Filtz, Gukema-Augstein, Lyubaskina, Pavlova, Psotta und Schnittmann
 
Doku. Bernauer Straße
 
 
 
 
"Poesie des Untergrunds"
 
Pleases to meet you - poesie des untergrunds
Lobby of the German House, New York, Consulate General of the Federal Republic of Germany 11.12.10 - 03.03.2011


POESIE DES UNTERGRUNDS
Die Literaten- und Künstlerszene Ostberlins von 1979-89
Städtische Museen Jena / Kunstsammlungen
12.03.10 - 23.05.10

www.kunstsammlung.jena.de

Das aus diesem Anlass erschienene Buch (Hrsg. Uwe Warnke/Ingeborg Quaas)
"Die Addition der Differenzen" Die Literaten- und Künstlerszene Ostberlins 1979 bis 1989


POESIE DES UNTERGRUNDS
Die Literaten- und Künstlerszene Ostberlins von 1979-89
Prenzlauer Berg Museum, Berlin 21.11.09 - 7.02.10

Video

Aktion an der Westseite der Mauer, Potsdamer Platz, am 02.12.89mit J.Sperling innerhalb der Ausstellung "Zwischenspiele" NGBK

  
 
  
 
Installation der Aktion "Fotografieren verboten!" (an der Berliner Mauer, 1989) im Prenzlauer Berg Museum, Berlin 2010
  
 
  
 

www.poesiedesuntergrunds.de

 
  
 

POESIE DES UNTERGRUNDS
Die Literaten- und Künstlerszene Ostberlins von 1979-89
Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum, Rheinsberg 28.11.09 - 14.02.10
 
  
 
DIE ARBEIT
 
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06.11.09 -10.01.2010
DIE ARBEIT
Berlin, studio im hochhaus
mit Georg Krause
  
 
Text von Irmgard Berner in der Berliner Zeitung vom 17.11.2009
 
 
FOTOS AUS DEM KOMBINAT
"Jeder Arbeiter ein Künstler"
  
 
  
  
 
FALLMAUERFALL
 
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FALLMAUERFALL - Grenzüberschreitungen und Grenzerfahrungen im Spiegel der Kunst
6.November - 07. Februar

EPHRAIM-PALAIS
Stadtmuseum Berlin

 

  
 
OHNE UNS!
  
 
  
 

24.09.09 -17.01.2010
OHNE UNS!
Dresden, riesa efau e.V., Motorenhalle, Prager Spitze

Abb.: Dokumentation der Aktion "Maler Machen Musik", Springmühl und Freund, Karl-Marx-Stadt 1985
www.ohne-uns-dresden.de

 
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Übergangsgesellschaft
  
 
  
 

Ausstellung
Übergangsgesellschaft
Porträts und Szenen 1980-1990
von 12. August bis 11. Oktober 2009
Akademie der Künste, Pariser Platz 1

 

 
  
 

Ess-MA(h)LE

Ausstellung im studio im hochhaus, Berlin-Hohenschönhausen vom 07.3. bis 13.04.2008 Kuratoren: B.Graf & K. Buchwald

 
 
 
 
 
 
Ausstellung/ Kochbuch volle Version
 
"STUNDS"
Ausstellung im Museum Junge Kunst, Frankfurt/Oder vom 03.06. bis 05.08.2007 mit Claus Bach, Kurator: A.Hauer
 
 
Die Welt als Scheibe & Rohr


Als ich 1988 mit einem Schild "Fotografieren verboten!" auf dem Roten Platz in Moskau stand, war das der Beginn einer Aktion, die 13 Jahre dauern sollte. Während dieser Zeit, in der ich das Fotografieren öffentlich untersagte, habe ich natürlich weiter fotografiert. Ein Verbot reizt zum Widerspruch. Das sah die Volkspolizei 1989 auf dem Alexanderplatz in Ostberlin anders, ich wurde festgenommen.
Parallel entstand eine Arbeit, die auch zu Widersprüchen führte, das Ausblenden. Die Erzeugung von Bereichen in denen nichts zu sehen ist, wirkt wie ein Bildverbot. Die Kritik bezeichnete diese Fotos als Störbilder. Ich empfinde sie als harmonisch. Sie stellen die Einheit zwischen der Sicht- und Unsichtbarkeit her. Um die Legitimität meiner Arbeit zu unterstreichen, habe ich 1993 das Amt für Wahrnehmungsstörung gegründet. Es gibt Bekanntmachungen, Anordnungen und Verbote heraus oder beschäftigt sich mit pseudowissenschaftlichen Untersuchungen. Die komischen Begebenheiten, die ich inszeniere, haben natürlich auch einen ernsten Hintergrund. Ich begann zu experimentieren, und zerlege hypothetisch den Apparat. Eine Scheibe wurde als Blende vor dem Objektiv befestigt, so dass bei jedem Bild der Apparat einen Teil von sich d.h. die Blende, bzw. immer das Gleiche plus etwas Anderes aufnimmt. Um die Relativität des Bildes zu demonstrieren, ging ich zur Aufnahme von Streifenmustern über. Es entstanden Interferenzbilder in der Kamera für die es keine Gegenständlichkeit gibt. Aus den Blenden begann ich dann mannshohe Objekte aus Stahl zu bauen. Ich habe sie Wahrnehmungsinstrumente genannt und zwischen die Ausstellungsbilder gestellt. Als nächstes wurde das Kameragehäuse als begehbare "OM"-Beobachtungsstation eingerichtet und das Objektiv als durchschaubare Hülse verwendet. Mit diesen Röhren konnte ich den Kreis der Wahrnehmung durchbrechen und in den Mikro- bzw. Makrokosmos eindringen. Ich sah neue Welten, Körper und Oberflächen.
Schließlich gelang es mir, Kamera und Benutzer vollständig zusammenzuführen. Ich entwarf eine Kameraröhre, die man aufsetzt, bzw. den Kopf hineinsteckt. Der Röhrenmensch war geboren. Seitdem verbreitet er sich über die ganzen Welt und gründetet neue Staaten und die Röhrenpartei, "Wahl-Alternative Röhre & Mensch", abgekürzt: W.A.R.U.M.

 
Überblick - Konstruktion der Wahrheit
Aktion & Vortrag Vom Bildverbot zum Röhrenmenschen, Symposium am 21.04.2007, Kuratorin: U. Noll

siehe auch Katalog und Dokumentation des Veranstalters (Vortrag in Texte)

www.dtdf.de

 
 
 
"Im Kreis der Wahrnehmung"
Ausstellung in der Galerie Falkenbrunnen, Dresden vom 26.1. bis 03.04.2006 Kurator W. Melzer
aus der Serie "Im Kreis der Wahrnehmung" Olevano und Rom, 2002
Galerie Falkenbrunnen

Eröffnungsrede von Bernde Weise, Chemnitz, unter FORUM bei www.galerie-weise.de

siehe auch www. artfoto-wm.de

 

Das tut Not !

Herbert Roth

Der Ostberliner Bilderstürmer und Fotoverbotsaktivist präsentiert sich im Vorwort zu seiner neuen Ausstellung "Im Kreis der Wahrnehmung" von einer völlig anderen Seite. Er lenkt den Blick nach Innen. Es ist nicht Witz und Desillusionierung, die den selbst ernannten Leiter des Amtes für Wahrnehmungsstörung antreibt, es ist der jungfräuliche Entdecker, das Kind, das die Deutungshoheit beansprucht und abtaucht in eine bisher ungesehene Welt. Anstatt mit eine Scheibe vor der Kamera das fotografierte Bild zu verdecken schaut er diesmal in die Röhre. Der aktionistsche Brecher, der sein künstlerisches Tun gern mit einer pseudowissenschaftlichen Forschung verklausuliert, weiß um die Fragwürdigkeit moderner Aufklärung. Selbsternannte Analysten und Fachleute treten auf in jeder Fernsehshow. Alles ist beweisbar, actio = reactio, die Sprache der Wissenschaft ist in den Alltag eingezogen, jedes Kind, jeder Verkäufer und jeder Banker kennen die Konditionen. Das so besprochene wird nicht wahrer, die Halbwertzeit sinkt, nach mehreren Wochen outet sich ein koreanischer Klonforscher als Betrüger. Da hat es Buchwald einfacher. Als Künstler arbeitet er mit Fiktionen. Er ist ein prädestinierter Fälscher, ein Narzist hinter der Kamera der sich überall nur selber sieht. Als Ossi weiß er Bild und Sprache zu mißtrauen und hat gelernt sich eine eigene Welt zu bauen. Buchwald's Innensicht ist am deutlichsten bei seinen unscharfen Porträts zur Wende und setzte sich fort im black out der schwarzen Scheiben. Das Fotoprojekt "Bilder+Blenden" 1990-2000, und die Serie "Stripes-Interferenzen", scheinen in ihrer analytischen Form das Gegenteil einer inneren Bilderschau zu sein - doch der Schein trügt. Buchwald ist durch und durch von einer anderen Sehnsucht durchdrungen. Spielt er auch den Forscher und Kunstbeamten und mögen seine Aktionen auch an westliche Szenarien erinnern. Er ist ein Röhrenmensch mit Scheuklappen, mit eingeengten Blick, der sich wie ein Golem, wie ein Mutant aus einer anderen Welt durch die Wirklichkeit bewegt. Vielleicht ist er sich in klaren, daß das das Letzte ist, was bleibt, nachdem sich die Zusammenhänge beschleunigen und keiner mehr eine endgültige Antwort weiß. Diese Erkenntnis hat ihn bewogen eine Partei mit dem Kürzel W.A.R.U.M. ins Leben zu rufen. Als 1. Vorsitzender der "Wahl-Alternative Röhre & Mensch" mischt er sich in den Bundestagswahlkampf zwei-null-null-fünf.

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