...das Schweigen wird unterbewertet!
 
 
Infos über das Happening und den Künstler aus anderer Sicht:
 
 
 
 
von Frank Körner
 
 
 
 
 
 
Das Happening
 
 
Kleinolbersdorf 1980
 
 
 
     
 
 
 
Frank Körner rechts neben dem Motorroller

Anscheint kennt Frank Körner den Unterschied zwischen ÖL- und Wasserfarbe nicht. In Gegensatz zu seiner Angabe im Stasi-Bericht hat er selbst mit Latex-Weis den Spruch "Das Schweigen von Clara Mosch wird unterbewertet" auf die Straße gemalt und dabei den Buchstaben "w" im Schweigen weggelassen. Anschließend hat er über die Schließung der Galerie gewettert. Wir haben immer darüber gerätzelt, was die Wortveränderung bedeutet. Wahrscheinlich wusste Körner, dass er nicht Schweigen würde. Er hat als Provokateur gehandelt und wollte Buchwald belasten.

Das Happening habe ich anlässlich meines 27. Geburtstages im Juni 1980 organisiert. Zusammen mit Freunden traf ich mich auf einer Wiese bei Kleinolbersdorf, wo wir zahlreiche spontane Aktionen durchgeführt haben, u.a. die Bemalung der Straße, einschließlich meiner Signatur K.B. als abschließende Geste. Durch die Kompromittierung von Frank Körner hat die Kunstaktion einer ungeahnten Aufmerksamkeit bekommen.

Zu der im Bericht angegeben Zeit war ich nicht in Karl-Marx-Stadt. Ich habe als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Planeta Radebeul gearbeitet. Offensichtlich handelt es sich bei dem Bericht um eine Nachfrage aus Berlin bezüglich meines Antrages um Aufnahme in den VBK (Verband Bildender Künstler) der DDR, die Frank Körner negativ beantworten wollte.

 
 
 
     
 
 
 
Frank Körner vor seinem Schriftzug
 
     
 
mehr über die Galerie "Clara Mosch" in Boheme und Diktatur
 
 
http://www.dhm.de/ausstellungen/boheme/katalog_zentren/chemnitz/chem1a.html